Ich heiße Arthur Schäfer, bin 1983 geboren und arbeite als Eventmanager. Meine Hobbys sind Musik spielen, Sport treiben, an Wettkämpfen teilnehmen, Meditationskurse abhalten, Reisen, Lesen und das Leben genießen.
Seit fünf Jahren bin ich Schüler meines Meditationsmeisters Sri Chinmoy. Für mich ist Meditation mehr als nur ein Hobby. Für mich bedeutet sie einen Lebensstil, einen Weg, eine Lebensausrichtung.
Seitdem ich angefangen habe zu meditieren, hat sich vieles in meinem Leben geändert. Vor allem meine Einstellung zum Leben. Jeder einzelne Tag ist heute für mich eine neue Gelegenheit weiter zu gehen, über mich selbst hinauszuwachsen, tiefere Einsichten über mich und die Welt zu erlangen.
Meditation
Meditation ist die Kunst, in die Stille zu lauschen. Es ist die Kunst, in sich selbst noch unerkannte Schätze, ungenutztes Potential zu entdecken, und sich von altem, inneren Unrat zu befreien. Die Stille der Meditation gibt unserem Bewusstsein die Möglichkeit, jenseits der alltäglichen Oberflächlichkeiten zu gehen und tiefere Ebenen des Bewusstseins zu erfahren. In der regelmäßigen Meditationspraxis lernen wir somit immer mehr über unsere wahre Natur, unser wahres Selbst, und entfalten verborgenes, kreatives Potential.
Ich habe durch die Meditation und die innere Führung meines Meisters Impulse und Talente in mir entdeckt, die ich durch Musik, Theater und Sport zum Ausdruck bringe. Aber auch im täglichen Leben, im Umgang mit anderen Menschen, im Beruf und in der Lebensführung wirken sich der Frieden der Meditation und die Reinheit des spirituellen Lebens positiv aus, und geben dem Tag, dem Jahr, und dem ganzen Leben eine Leichtigkeit, Fröhlichkeit und gleichzeitig Tiefe und Bedeutung.
Innere Sehnsucht
Ich hatte schon immer eine innere Sehnsucht nach etwas, das ich früher nicht richtig einordnen konnte. Es war wie ein Bedürfnis nach Intensität, Liebe, Sicherheit, Frieden, Kraft, Erfüllung. So habe ich schon im frühen Jugendalter angefangen, in dem, was das Leben als Jugendlicher in einer Metropole (Berlin) so bieten kann, zu suchen. In den Dingen wie Beziehungen, Drogen, Partys, etc. habe ich in einer intensiven Form versucht, echte Erfüllung zu finden, was mir nur zu einem gewissen Grad gelungen ist. Mich hat immer das Gefühl begleitet, dass es noch mehr in diesem Leben geben muss. Als ich 19 wurde, es waren gerade Sommerferien, habe ich ein kostenloses Meditationsseminar, das von einem Schüler Sri Chinmoys gegeben wurde, besucht. Dieser eröffnete mir neue Horizonte. Der Seminarleiter erklärte uns, dass alles, was wir suchen, in uns ist. Und in seiner Ausstrahlung konnte man wahrnehmen, dass er wirklich etwas für sich entdeckt hatte, etwas besonderes, das andere nicht haben. So besuchte ich auch alle weiteren Kursabende. Am Ende des mehrwöchigen Kurses bot er den Kursteilnehmern an, das spirituelle Leben auszuprobieren, und sich bei Sri Chinmoy als Schüler zu bewerben. Und da ich gerade in dieser Woche aus meiner Rockband, die 90% meines Lebensgefühls ausmachte, rausgeschmissen wurde (Zufall oder göttliche Fügung?), war ich tatsächlich bereit, das spirituelle Leben anzunehmen, was sich als extrem positive Wende in meinem Leben herausstellte.
Mein Meister ...
In Sri Chinmoy habe ich meinen Lehrer gefunden, der mich in die innere Welt einführt und mir durch Unterstützung mit seiner geistigen Kraft, die Möglichkeit gibt, meine Sehnsucht nach höheren, geistigen Erfahrungen rasch zu erfüllen und mein inneres, göttliches Potential zu entfalten.
Sri Chinmoy hat einen geistigen Weg kreiert, der es Suchern ermöglicht, sich spirituell schnell zu entwickeln. Dieser Weg umfasst Meditation in Verbindung mit einer gesunden Lebensweise und Sport.
Ein echter Lehrer oder Coach hat aber nicht nur einen Lehr- oder Trainingsplan, sondern gibt auch Hilfestellungen und korrigiert, ermutigt und motiviert, und nimmt Anteil an den Erfolgen und Niederlagen des Schülers. Im Falle eines spirituellen Meisters, gibt er seinen Schülern also nicht nur einen Weg vor, sondern bietet seine innere Führung an, indem er sich vollständig mit dem übenden Schüler identifiziert, ihm innerlich Kraft, Licht, Frieden und Energie gibt und ihn in die tieferen Bereiche seines Bewusstseins leitet.
Dieser Dienst, den Sri Chinmoy seinen Schülern auf der ganzen Welt erweist, ist äußerst wertvoll, und ich, als sein Schüler, bin dafür zutiefst dankbar.
In sehr vieler Hinsicht hat sich die Qualität meines Lebens verbessert, doch besonders glücklich darüber, und meinem Meister dankbar, bin ich, dass er mir einen Weg aufzeigt, meinen inneren Hunger nach Frieden, Licht und Glückseligkeit zu stillen und dass er mich auf meiner inneren Entdeckungsreise führt, motiviert und für mich die inneren Hindernisse aus dem Weg räumt. Was ein Meister für seine Schüler tut, kann man in der Gesamtheit gar nicht abschätzen, höchstens erahnen.
... und seine Schüler
Für mich ist mein Meditationsweg wie eine Reise. In netter Gesellschaft ist es natürlich am Schönsten zu reisen. Zusammen mit Gleichgesinnten, die zum selben Ziel wollen. In diesem Falle ist das Ziel Selbsterkenntnis, Gottverwirklichung. In einer Gruppe kann man sich gegenseitig inspirieren, man kann sich auf gleicher Ebene austauschen und jeder kann die Gruppe mit seinen persönlichen Qualitäten bereichern. Ich schätze die Gemeinschaft der Schüler von Sri Chinmoy sehr. Zusammen machen wir den Weg von Sri Chinmoy zu dem, was er ist. Wir treffen uns regelmäßig zur Meditation, gehen zusammen Laufen, organisieren verschiedenste Projekte, verreisen gemeinsam zu spirituellen Treffen, musizieren, singen, führen Theaterstücke auf, und tun noch vieles mehr das Spaß macht und Freude bringt.
Wenn wir Freude haben, machen wir den schnellsten Fortschritt, betont Sri Chinmoy. Er sagt sogar, dass die Freude, das Glücklichsein seiner Schüler, seine größte Errungenschaft ist. Der Umgang mit anderen spirituellen Suchern bereichert mich enorm und stärkt mein eigenes spirituelles Streben. In einer so netten Reisegruppe, die von einem so kompetenten Reiseführer geleitet wird, fühle ich mich wirklich gut aufgehoben, auch wenn die Reise zum Teil große Herausforderungen mit sich bringt.
In den letzten 5 Jahren habe ich eine sehr positive Entwicklung in mir beobachten können. Ich habe eine stärkere Willenskraft und mehr Disziplin entwickelt. Ich habe, seitdem ich begonnen habe zu meditieren, und Sri Chinmoy als meinen Meister zu akzeptieren, gelernt mich selbst und andere besser zu verstehen und anzunehmen, ich habe aufgehört, mir selbst zu schaden und habe mehr Eigenverantwortung und Selbstvertrauen entwickelt. Mein Selbstvertrauen gipfelte vor kurzem sogar mit dem Schritt in die Selbstständigkeit (Arbeit). Ich bin entspannter, entscheidungsstärker und lebensfroher geworden. Ich habe viele gute Qualitäten und Talente in mir entdeckt, von denen ich früher nicht wusste, dass sie existieren. Aus diesem Grund trage ich tiefen Respekt und Dankbarkeit für meinem Meister in mir.
Ich gebe zu, dass es nichts alltägliches ist, einen Meister anzunehmen, aber aufgrund der erfreulichen Erfahrungen, die ich damit gemacht habe, kann ich behaupten, dass es sich lohnt, seine vorgefassten Meinungen über Bord zu werfen und mal das spirituelle Leben auszuprobieren. Ich bin wirklich froh, den Sprung ins spirituelle Leben gewagt zu haben und freue mich über jeden, der es auch wagt, oder schon gewagt hat.
Mount Everest
Man kann sagen, dass ich meinen freien Willen, mit dem jeder Mensch gesegnet (oder verflucht?) wurde, nicht dafür verwende, dem Mainstream der Gesellschaft gerecht zu werden, sondern um einem spirituellen Pfad zu folgen. Denn als echter Abenteurer, gebe ich mich nicht mit einem kleinen Ausflug zum nahe gelegenen Hügel, sondern nur mit der Erklimmung des höchsten Gipfels, mit Hilfe des kompetenten Bergführers, zufrieden. Wie lange es für mich noch dauert, bis ich die geistigen Gipfel des Bewusstsein erklimme, steht noch in den Sternen, aber die Gewissheit, auf dem Weg zu sein, und die verschiedenen Stationen zu erleben, ist für mich ein wahres und erfüllendes Abenteuer, dass mit zunehmender Höhe immer spannender wird.
Samalya Schäfer, Berlin 2007